Schweizer Revue 4/2026

Die Maske überstand den Bergsturz beschädigt. Sie war jahrelang beim typischen Lötschentaler Fasnachtsbrauch im Einsatz. Das Hochzeitskleid von 2003 trieb auf dem See. Die Besitzerin liess es reinigen und stellte es dem Museum zur Verfügung. Gerettete Uniformen und ein beschädigtes Instrument der Musikgesellschaft «Fafleralp» aus Blatten. Kurz nach dem Bergsturz spielte sie wieder. Vom 1868 eröffneten Hotel Nest- und Bietschhorn sind erste Gästebücher erhalten. Das älteste Hotel im Tal wurde beim Bergsturz vollständig zerstört. Ein Einwohner von Blatten erhielt diese eigens angefertigte Schelle von seiner Patin und seinem Paten zum 20. Geburtstag. Sie kam im Schutt wieder zum Vorschein. «Keine Katastrophenausstellung»: Rita Kalbermatten und Thomas Antonietti leiten das Museum. Bildband über den Bergsturz Der Walliser Fotograf Alain Amherd, von dem die Fotos auf diesen Seiten stammen, hat kürzlich einen Bildband über den Bergsturz von Blatten veröffentlicht. Er begleitete die Ereignisse eng. In dem Band mit dem Titel «Und dann war alles still» zeigt er in eindrücklichen Bildern, was die Naturkatastrophe angerichtet hat und wie die Menschen damit umgehen. www.revue.link/blatten Schweizer Revue / Oktober 2026 / Nr. 4 17

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